Gän­se­haut pur beim Fina­le im Ost­see­preis

Da wur­de jeder mit­ge­ris­sen – klas­se!

Gut 3.500 Zuschau­er waren beim mit 22.500 Euro am höchs­ten dotier­ten
Ren­nen am Sonn­abend zuge­gen.

Lan­ge lie­fer­ten sich die Spit­zen­jo­ckeys Bau­yrz­han Murzabay­ev auf Ronal­do und Phil­ipp Mina­rik auf Doi­n­yo ein Kopf-an-Kopf Ren­nen, ehe sich der Tsche­che vor den Augen der fre­ne­tisch jubeln­den Zuschau­ern auf der Ziel­ge­ra­de mit einer hal­ben Pfer­de­kopf­län­ge den Sieg sicher­te. Kein Wun­der, dass er sich ganz beson­ders freu­te, denn er hat­te nach vie­len Anläu­fen erst­mals den Gro­ßen Preis gewon­nen. Auch für Doi­n­yos Trai­ner Chris­ti­an Zscha­che war dies natür­lich ein beson­de­rer Moment.

 

TOP-Rei­teli­te auf TOP-Bahn

Dass so vie­le Meis­ter­jo­ckeys und sehr gute Pfer­de am Start waren, ist sicher eines der her­vor­ste­chends­ten Qua­li­täts­merk­ma­le die­ser Renn­ta­ge. Alle Trai­ner und Rei­ter, letz­te­re sind ja als sehr kri­tisch bekannt, lob­ten die guten Bahn­ver­hält­nis­se. Das ist nicht zuletzt ein Ver­dienst von „Bahn­meis­ter“ Tors­ten Timm und sei­nem Team, die bis in die Mor­gen­stun­den des ers­ten Renn­ta­ges noch „Hand anleg­ten“, damit die Rei­ter und vor allem die Pfer­de opti­ma­le Bedin­gun­gen vor­fin­den konn­ten. Neben der bes­tens prä­pa­rier­ten Renn­bahn in die­ser schö­nen Natur­la­ge wur­de auch die gute Orga­ni­sa­ti­on des Renn­ab­lau­fes gelobt. Und der Wunsch geäu­ßert, abseh­bar viel­leicht sogar vier Tage (davon drei Renn­ta­ge) nach Bad Doberan zu kom­men. Dann kön­ne man sogar man­che Pfer­de zwei­mal star­ten las­sen.

 

Wet­ten lohnt sich – auch fürs MV-Image

Für den Wett­ver­an­stal­ter war es ein sehr pas­sa­bles Ergeb­nis: Allein auf der Bahn wur­den an bei­den Tagen über 200.000 Euro Wett­um­satz gemacht. Den ganz gro­ßen finan­zi­el­len Erfolg erziel­te der fran­zö­si­sche Wett­an­bie­ter PMU, da auch eini­ge Ren­nen live nach Frank­reich und in ande­re euro­päi­sche Län­der über­tra­gen wur­den. So wur­de bei­spiels­wei­se am Sonn­abend (ers­ter Wett­kampf­tag) in einem ein­zi­gen Ren­nen 280.000 Euro Umsatz erzielt – ein Spit­zen­er­geb­nis. Bleibt zu hof­fen, dass davon auch ein klei­ner Teil für den Dobera­ner Renn­ver­ein abfällt. Und qua­si neben­bei erfuh­ren vie­le Pfer­de­sport­freun­de in ganz Euro­pa, dass es in Meck­len­burg-Vor­pom­mern eine solch tol­le Renn­bahn in einer herr­li­cher Natur­ku­lis­se gibt. Der Name „Doberan“ lief als Bild­mar­ke in jedem Ren­nen mit, auch auf der gro­ßen Video-Lein­wand. Eine bes­se­re Wer­bung in schö­nen Bil­dern kann man kaum bekom­men.

 

Ganz neu: gro­ße Video-Lein­wand ermög­licht „Weit­blick“ 

Das war für vie­le Zuschau­er ein abso­lu­tes High­light – die Video-Lein­wand. So war es für alle mög­lich, die Ren­nen sehr gut zu ver­fol­gen, ob auf der Gegen­ge­ra­de, in den Kur­ven oder im Ziel­ein­lauf. Die Trai­ner konn­ten bes­tens ver­fol­gen, ob ihre Schütz­lin­ge die Vor­ga­ben für die ein­zel­nen Renn­ab­schnit­te umsetz­ten. Die Zuschau­er ent­lang der Ziel­ge­ra­den und auf den Plät­zen dahin­ter waren dadurch jeder­zeit im Bil­de und spran­gen auf, wenn sich Renn­ent­schei­den­des tat. Auch die Men­schen aus dem bre­chend voll besetz­ten VIP-Zelt dräng­te es bei jedem Ren­nen auf die Ter­ras­se, wo man die Renn­at­mo­sphä­re förm­lich „ein­at­men“ konn­te.

Fami­li­en­fest für alle

Eines haben die Orga­ni­sa­to­ren um DRV-Prä­si­dent Hel­mut Roh­de wahr gemacht. Bei­de Renn­ta­ge am Frei­tag und am Sonn­abend mit ins­ge­samt gut 6.000 Zuschau­ern waren für vie­le ein schö­nes Fami­li­en­fest. Ob beim gemein­sa­men, qua­li­ta­tiv sehr guten gro­ßen LIDLFrüh­stück oder bei der „Glas­hä­ger Pony­schu­le“ – für Groß und Klein gab es viel Abwechs­lung. Ein beson­de­rer Höhe­punkt war die Mög­lich­keit für die ganz Klei­nen, unter der freund­li­chen Anlei­tung von Body-Paint-Welt­meis­te­rin Clau­dia Krae­mer, zwei Ponys künst­le­risch mit Far­ben zu „ver­schö­nern“ und die­se dann dem stau­nen­den Publi­kum vor der Sie­ger­eh­rungs­tri­bü­ne zu prä­sen­tie­ren.


Quo vadis – Wie wei­ter?

Die­se Fra­ge wur­de dem Drei­er-Prä­si­di­um des Renn­ver­eins immer wie­der gestellt.
„Mit einem sol­chen Zuspruch haben wir im Vor­feld selbst kaum gerech­net“, so Prä­si­dent Hel­mut Roh­de. „Wir wuss­ten, dass wir auf der renn­sport­li­chen Sei­te und mit der bes­tens prä­pa­rier­ten Bahn sowie der Video-Lein­wand eini­ge Asse im Ärmel hat­ten. Über das tol­le Feed­back, beson­ders von den Reit­sport­ex­per­ten, freu­en wir uns natür­lich sehr. Das ist Freu­de und Ansporn zugleich. Aber ohne die vie­len flei­ßi­gen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer im Hin­ter­grund wäre das auch nie mög­lich gewe­sen. Wirk­lich nur stell­ver­tre­tend möch­te ich alle Spon­so­ren, die Event­agen­tur Strau­be, die Platz­war­te, die Reit­sport­freun­de aus Ham­burg, Ber­lin und Han­no­ver und den Bahn­spre­cher Herrn Deli­us nen­nen.“
Das Prä­si­di­um wird jetzt nichts übers Knie bre­chen. Zunächst gilt es die Ver­an­stal­tung aus­zu­wer­ten, auch in finan­zi­el­ler Hin­sicht. Dann muss man sehen, dass man aus den orga­ni­sa­to­ri­schen Erfah­run­gen die Vor­be­rei­tungs- und Durch­füh­rungs­ab­läu­fe wei­ter opti­miert. Das A und O aber ist: Bis zum Jah­res­en­de müs­sen die Spon­so­ren­för­de­run­gen zusam­men sein, damit man dann im nächs­ten Jahr an den dies­jäh­ri­gen „Auf­ga­lopp“ anknüp­fen kann.